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Call for Papers

Auf dem DGFP // lab am 24./ 25. September 2015 in Berlin stellen Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Führungskonzepte mit dem Ziel vor, gemeinsam mit den Teilnehmern an Lösungsansätzen für die Zukunft zu arbeiten. Dabei rief die DGFP schon im Vorfeld durch einen Call for Papers zur aktiven Beteiligung auf. Wir wollten wissen: Wie wird sich Führung in der Zukunft verändern? Welche zukunftsorientierten Führungskonzepte haben Sie in Ihrem Unternehmen eingeführt oder werden Sie künftig einführen? Welche Erfahrungen haben Sie und Ihr Unternehmen bereits gesammelt? Anfang Juli wählte das Gremium aus über 70 spannenden Einsendungen aus, damit diese beim DGFP // lab am 24./25. September 2015 in Berlin weiter entwickelt werden. Im Folgenden finden Sie kurze Beschreibungen der ausgewählten Papers.

Führungskräfteentwicklung in komplexen Organisationen

Wie Führungskräfteentwicklung im Bereich Forschung & Entwicklung bei der Daimler AG neuerdings funktioniert und was das mit dem Thema Free Climbing zu tun hat, davon berichtet Stephan Limpächer, Leiter Personalentwicklung Personal Konzernforschung, MBC Entwicklung & smart. Das Deutsche Luft- und Raumfahrzentrum, Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen erarbeitete im Projekt „Air meets Space“ ein neuartiges Verständnis von Führung. „Trotz der erweiterten Komplexität und Dynamik gilt es einen stabilen und höchst zuverlässigen Zustand der Organisation zu gewährleisten.“, beschreibt die HR-Managerin Simone Schubert die Herausforderungen.

„Führe Deine Organisation hin zur Selbstorganisation“
„Führung darf der intelligenten Vernetzung innerhalb und außerhalb der Organisationen nicht im Weg stehen, muss sich und ihre Rolle kritisch hinterfragen und eine neue Rolle einnehmen wollen und können: die des Enablers.“, schrieb Dagmar Woyde–Koehler in ihrem Paper und weiß wovon sie redet. Als Mitbegründerin und Geschäftsführerin der ehemaligen  EnBW-Akademie lebt sie mit ihren Mitarbeiter von new&able den Enableing-Ansatz in der Praxis. Das Konzept der Selbstführung beleuchtet Markus Warode, Geschäftsführer des Instituts für Kirche, Management und Spiritualität an der Philosophisch – Theologischen Hochschule Münster, aus einer anderen Perspektive: Er zieht einen Vergleich zum franziskanischen Führungsansatz, der mit in enger Verbindung zu aktuellen theoretischen Konzepten wie transformationaler Führung und Servant Leadership steht.

Digitalisierung und Führung
Sind Sie fit für die digitale Arbeitswelt? fragen Prof. Dr. Sabine Remdisch (Universität Lüneburg) und Stephan Grabmeier (Haufe Umantis) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DGFP // lab 2015 bzgl. Digital Prepardeness. Remdisch spricht z.B. über ein Online Self Assessement, dass es Führungskräften ermöglicht zu prüfen, wie gut sie auf die moderne Führung und die Anforderungen in der digitalen Welt vorbereitet sind. Eine Gruppe von Studierenden des Masterstudiums Wirtschaftspsychologie“ an der FOM, Hochschule für Ökonomie und Wirtschaft in Düsseldorf ging mit ihrem Paper soweit gleich eine Führungscloud zu entwickeln: In „Tschüss Chef, Hallo Cloud – Wie HR Analytics Führungsarbeit revolutionieren kann“ beschreiben sie anhand des fiktiven Entscheidungstool „Algorithmische Führung 2.0“ ein mögliches Führungsszenario.

Agiles Arbeiten
Aus der Praxis berichten Sylvia Besler (Team Gesundheit Gesellschaft für Gesundheitsmanagement mbH) und Astrid Freiding (Personalentwicklerin, Berliner Glas). Ihr Thema: Agiles Karrieremanagement und die Frage wie Laufbahn-und Karrierekonzepte in beständiger Veränderung gestaltet werden. André Häussling (Geschäftsführer HR pioneers) setzt sich mit der agilen Organisationsentwicklung auseinander und klärt die Teilnehmer auf, was der Froschkönig und agile Unternehmen gemeinsam haben. Angela Haas (Human Centered Design Expert, Swisscom) stellt vor, wie Führung in einer Experience Driven Company funktionieren kann. Dabei geht es ihr vor allem darum die einzelnen Lösungskonzepte wie Agiliät, Scrum oder Design Thinking in einen ganzheitlichen Transformationsprozess einzubetten. Bekundungen wie wichtig neue Führung ist, reicht ihr nicht: Sie will wissen: Wie können wir Führung in bestehenden Unternehmen transformieren?

Intrapreneure als Führungskraft 2.0
Carsten Meier von intraprenör ist überzeugt: „Um Intrapreneure entsteht eine Schattenorganisation innerhalb des Unternehmens. Intrapreneure bauen Guerilla-Clubs auf und organisieren inoffizielle Treffen, um Gleichgesinnte in der Organisation zu finden und gegenseitig Fehler und Gelerntes zu teilen. 20 gleichberechtigte Gründer – Kann das funktionieren? fragt sich Paul Weinhausen, Mitgründer der innoki - Innovationsentwicklung & Zukunftswerkstatt, und berichtet von den Erfahrungen seit der Gründung im Jahr 2014.


Das zweite Betriebssystem für eine neue Führungskultur
Der Outplacement-Anbieter von Rundstedt stellte selbst sein Führungskonzept in Frage und fand für sich die Lösung in einem zweiten Betriebssystem. Während das Erste als gut funktionierendes hierarchisches System die Aufgaben von heute löst, beschleunigt das Zweite den Wandel – ohne Hierarchie, Vorgaben und Bürokratie sondern als Netzwerk: „Reinventing the way we work“ ist der Titel zum Beitrag von IXDS, einem Strategie- und Designlabor in Berlin. Ihr Idee von einer emergenten Organisation, die sich auf ihren Werten immer wieder neu erfindet: Unternehmenspurpose und Selbstorganisation übernehmen die Führung.
Davon kann auch Ali Mahlodji von whatchado berichten, der ein selbstorganisierendes Unternehmen bestehend aus 15 Nationen führt und davon überzeugt ist, dass die Denkweise der Old Economy dabei ebenso gewinnbringend ist wie die Haltung „Kill the Bottle neck“

Healthy Leadership

„Gesunde Unternehmen brauchen eine gesunde Führung mit gesundem Menschenverstand und noch ein paar anderen wichtigen Zutaten“, unterstreicht Angela Hamburger, Rating Analyst, ihr Konzept, das auf traditionellen und innovativen Führungsansätzen basiert. Der fünfstufige Prozess wurde in Zusammenarbeit mit dem MIT Media Lab und der Führung des MGH Hospitals in Boston, USA, entwickelt und im Massachusetts General Hospital umgesetzt.

Leadership Experience Labs
Leadership Experience Labs integrieren Lernprozess- und Lernraumdesign in einem multisensorischen Lernerlebnis: „Wenn wir Neues über mehrere Sinneskanäle aufnehmen, werden im Gehirn gleich mehrere Regionen aktiviert. Dadurch können neue (Denk-)Wege beschritten und wirksame Lernerlebnisse unterstützt werden“ ist Hannah Rauterberg, Beraterin bei HRpepper Management Consultants überzeugt.
Gemeinsam mit Gesa Lüß, Spezialistin für Bildungsprodukte der Bundesagentur für Arbeit (BA) erläutert sie die konkrete Umsetzung dieses Ansatzes im „Erlebnisraum Führung“: einem räumlich inszenierten Lernformat für Top-Führungskräfte der BA.

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